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Ab Sonntag: Nur noch 80 km/h auf Frankreichs Landstraßen

WISSENSWERT

Zum 1. Juli wird die Maximal-Geschwindigkeit auf Landstraßen frankreichweit von 90 auf 80 km/h gesenkt. Betroffen sind alle Straßen, die keine bauliche Trennung auf dem Mittelstreifen aufweisen. Die Maßnahme soll für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen.

Ab kommenden Sonntag geht es auf Frankreichs Landstraßen entspannter zu. Durch die Senkung der Maximalgeschwindigkeit um zehn Stundenkilometer sollen jährlich 300 bis 400 Menschenleben gerettet und zahlreiche Unfälle mit Verletzten vermieden werden. Im Jahr 2017 wurden im Hexagon 73.384 Menschen bei Verkehrsunfällen verletzt; 24.732 von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden.  

Von der Senkung der Maximalgeschwindigkeit nicht betroffen sind Autobahnen sowie Straßen, die über eine bauliche Trennung auf dem Mittelstreifen verfügen - wie üblicherweise die sogenannten pénétrantes (Schnellstraßen). 

Für das Departement Var bedeutet das neue Gesetz: 81 Verkehrs-Schilder müssen durch neue ersetzt werden. 1913 Kilometer Departemental-Straßen sind hier vom neuen Geschwindigkeitslimit betroffen, auf nur 29 Kilometern bleibt die alte Maximalgeschwindigkeit von 90 km/h bestehen. 

Überhöhte Geschwindigkeit wurde im Jahr 2016 an mehr als 30 Prozent der Unfälle in Frankreich konstatiert. Durch die Senkung der Geschwindigkeit von 90 auf 80 km/h verkürzt sich der Bremsweg bei einer Vollbremsung um 13 Meter. Die Fahrtzeit auf einer 25 Kilometer langen Strecke verlängert sich um rund zwei Minuten. Gleichzeitig sinken der Spritverbrauch und die Abgasemissionen.

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