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Als Unternehmer ins Hexagon? Weshalb sich Frankreich lohnt

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Rechtsanwalt Stefan Kesting (Hamburg/Cannes/Berlin) informiert in der „RivieraZeit“ regelmäßig über Besonderheiten im deutsch-französischen Recht. Er ist Spezialist für den deutsch-französischen Wirtschaftsverkehr und gerichtlich ermächtigter Übersetzer der französischen Sprache. Diesmal spricht er über die Gründe, die Frankreich für Firmen und Privatpersonen attraktiv machen.

Frankreich verfügt aus Sicht deutscher Unternehmen über eindeutiges Potenzial. «Dadurch wird es zu einem wichtigen Partner», heißt es in einer aktuellen Studie. Auch für Privatpersonen nimmt die Attraktivität nicht ab, meint der auf Frankreich spezialisierte und in Cannes, Hamburg und Berlin tätige Rechtsanwalt Stefan Kesting.

Annäherung an das EU-Gemeinschaftsrecht
Sozialabgaben, die von den französischen Behörden auf Veräußerungsgewinne bei Verkauf etwa von Zweitwohnsitzen oder Einkünften aus Vermietung und Verpachtung erhoben wurden, sind für 2012 bis 2015 als europarechtswidrig erklärt worden. Im Rahmen eines von der Europäischen Kommission eingeleiteten Vertragsverletzungsverfahrens führte der Austausch mit den französischen Behörden im Dezember 2018 zum Erlass eines Gesetzes für das Jahr 2019. Der gemäß Artikel 136 des französischen Sozialgesetzbuchs erhobene allgemeine Sozialbeitrag gilt nun nicht mehr für Personen, die in einem anderen Mitgliedsstaat kranken-/sozialversichert sind. Für den Zeitraum 2016 bis 2018 besteht jedoch noch eine juristische Grauzone. Ein Einspruch bzw. eine Klage gegen die erhobenen Sozialabgaben ist zu empfehlen, erläutert Rechtsanwalt Kesting.

Ausländisches Erbrecht auch in Frankreich
Nach Einführung der Europäischen Erbrechtsverordnung muss man als Zweitwohnungsbesitzer nicht mehr das komplizierte und einschränkende französische Erbrecht fürchten, wenn man seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland (oder in einem anderen Mitgliedsstaat) hat bzw. das Recht seiner Staatsangehörigkeit in einem Testament oder in einer ähnlichen Verfügung wählt.
Wer dann noch die «unvermeidbare» französische Erbschaftssteuer auf die «Ferienimmobilie» gestalterisch bedenkt, kann erkennen, dass Frankreich neben den Annehmlichkeiten des Savoir-vivre dem ausländischen Investor keine Steine in den Weg legt, meint der Rechtsanwalt.

Weitere Pluspunkte
Auch in bürokratischer Hinsicht ist Frankreich in vielen Bereichen vorn. Steuererklärungen sind ohne großes technisches Verständnis online möglich, und der Erklärende wird gut angeleitet. Die Vereinfachung von Steuererklärungen auch im Bereich der Vermögenssteuer, die nur noch für Immobilien erhoben werden darf, gehört ebenso dazu. Französisch zu sprechen ist natürlich von erheblichem Vorteil, betont Stefan Kesting, der überdies ermächtigter Übersetzer der französischen Sprache ist.

Wenn dann noch die Arbeitsrechtsreform, Vereinfachung des Sachenrechts und ggf. steuerliche Erleichterungen für die Ansiedelungen von ausländischen Unternehmen hinzukommen, fragt man sich doch: «Pourquoi pas?»

Infos aus einer Hand
«Wir verstehen uns als ‚Family Office für Frankreich‘: Unseren Mandanten bieten wir – dank unserer Standorte in Deutschland und Frankreich und der Spezialisierung im französischen Recht sowie der Kenntnis der Mentalität und des Beherrschens der französischen Sprache – Beratung und Erfahrung aus einer Hand», betont Rechtsanwalt Stefan Kesting.

KESTING & Partner
Rechtsanwälte – Steuerberater – Wirtschaftsprüfer
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