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Chikungunya-Virusinfektionen im Var: Alarmstufe 3

PROVENCE

Für das Departement Var gilt nach erneuter Infektion zweier Personen mit dem Chikungunya-Virus weiterhin Alarmstufe 3. Bereits im August waren mehrere Personen mit dem Virus infiziert worden. Der Kampf gegen die Ausbreitung der Tigermücke ist in vollem Gange.   

Am gestrigen Donnerstag wurden von der Gesundheitsbehörde der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur (Agence régionale de santé Paca) zwei neue „heimische Fälle“  von Infektionen mit dem Chikungunya-Virus bekannt gegeben.

Von einem heimischen Fall (cas autochtone) spricht man, wenn die betroffene Person in den letzten 15 Tagen vor Ausbruch der Krankheit nicht im Ausland war und sich somit in der eigenen Heimat infiziert haben muss.

Bereits am 11. August wurde ein heimischer Fall einer Chikungunya-Virusinfektion bekannt gegeben.  Nachdem acht weitere Personen in derselben Gegend infiziert worden waren, konnte mithilfe epidemiologischer Untersuchungen ein Infektionsherd in Le Cannet-des-Maures (Var) ausfindig gemacht werden. 

Am letzten Freitag wurde nach zwei neuen heimischen Virusinfektionen nun ein weiterer Infektionsherd lokalisiert: in der Gemeinde Taradeau (ebenfalls Var).

Ein Zusammenhang zwischen den beiden Infektionsherden konnte noch nicht hergestellt werden. Aufgrund der räumlichen und zeitlichen Nähe der Infektionen gilt für das Departement jedoch von fünf möglichen Alarmstufen weiterhin Alarmstufe 3.  Die notwendigen Maßnahmen zur Stechmückenbekämpfung (insbesondere Austrocknung von stehenden Gewässern) werden ergriffen. Gleichzeitig wurde eine Aufklärungskampagne gestartet. Außerdem werden weitere epidemiologische Untersuchungen realisiert, um bereits infizierte Personen zu identifizieren und gezielt gegen die Virusausbreitung vorgehen zu können. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel zwischen drei und sieben Tagen.

Weitere Informationen finden Sie auf: https://www.paca.ars.sante.fr/

Birgit Kieckhäfer