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Gefährliches Pflanzenbakterium in Antibes und Menton nachgewiesen

WISSENSWERTES

Zwei Zierolivenbäume in Südfrankreich sind mit dem gefährlichen Pflanzenbakterium Xylella fastidiosa, auch Feuerbakterium genannt, befallen. Das Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung hat den Befall in Antibes und Menton nachgewiesen. Die Krankheit lässt Nutzpflanzen wie Oliven, Wein und Zitrusbäume absterben, ein Mittel zur Bekämpfung gibt es nicht.

Mit dem Bakterium Xylella fastidiosa befallene Olivenbäume in SüditalienDas Bakterium wurde erstmals 2015 auf französischem Festland gefunden (RivieraZeit berichtete) und wird von stechenden oder saugenden Insekten wie Zikaden übertragen. Befallene Pflanzen trocknen aus und sterben ab. Einziger Ausweg ist, sie mitsamt Wurzeln zu verbrennen. In Italien vernichtete das Bakterium bereits ganze Olivenhaine.

Landwirtschaftsminister Didier Guillaume betont daher, es sei wichtig, die Ausbreitung des Feuerbakteriums zu verhindern. Es sei verboten, Pflanzen aus betroffenen Gebieten zu importieren. Zudem gebe es eine Meldepflicht für befallene Bäume.

Woran lässt sich das Bakterium erkennen?
Die Symptome unterscheiden sich laut Schweizerischem Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung je nach Unterart des Bakteriums und betroffener Pflanze. Blätter werden welk und sehen verbrannt aus, manchmal bildet sich auch ein gelber Hof um vertrocknete Stellen. Zuerst sind junge Triebe befallen, bevor das Bakterium auch auf ganze Äste übergreift. Letztendlich können die Pflanzen absterben. Es ist nicht einfach, die Krankheit zu identifizieren. Die Symptome ähneln anderen Krankheiten oder können sogar mit bloßer Trockenheit verwechselt werden.

SMH