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"Jazz à Juan": gewohnt fulminantes Festivalprogramm im Juli

KUNST & KULTUR

Zum Auftakt von „Jazz à Juan“ (12. bis 22. Juli) wird es gleich richtig heiß hergehen, denn zum ersten Mal tritt Lenny Kravitz beim legendären Festival in Antibes-Juan-les-Pins auf. Seit über 20 Jahren ist das singende Sexsymbol nun schon im Geschäft. Kravitz hat sich nicht nur als Marke selbst erfunden, sondern gehört zu den größten Ausnahmekünstlern unserer Zeit. Der mehrfache Grammy-Gewinner mischt Rock mit Funk, Soul, Reggae und Jazz. Die Zuhörer wird es bei seinem Auftritt sicher nicht auf den Sitzen halten.

Musikgeschichte hat auch die Gruppe Earth Wind & Fire geschrieben. Mit Hits wie „Boogie Wonderland“ oder „September“ wurden sie weltweit bekannt. Unverwechselbar ist die wandelbare Stimme des Sängers Philip Bailey. Er freut sich sehr, wieder in Juan-les-Pins auf der Bühne zu stehen und gibt zu: „Im Herzen bin ich ein Jazzer!“

Und auch das Herz der Künstlerin Melody Gardot, die am Dienstag auftreten wird, schlägt für den Jazz. Zum nunmehr vierten Mal wird sie ihre Fans beim 58. Jazzfestival im Pinède Gould verzaubern. Ihre Songs gehören zum Schönsten, was sich Musikfans bei einem Sommerfestival mit Meeresblick wünschen können. Die Emotionalität in ihrer Stimme lädt zum Träumen ein und weckt Erinnerungen an Jazzlegenden wie Billie Holiday oder Nina Simone!

Herzenswunsch der ehemaligen First Lady

Am gleichen Abend wird zuvor eine andere berühmte Dame auf der Bühne stehen, deren Herzenswunsch es schon lange war, einmal an der berühmten Pinède ins Mikro hauchen zu dürfen. Die ehemalige französische First Lady Carla Bruni bringt eigene und auch Coverversionen aus ihrem neuen Album „French Touch“ mit an die Riviera. Als ihr ältester Sohn die darauf enthaltenen Versionen von AC/DCs „Highway To Hell “und „Jimmy Jazz“ von The Clash gehört hat, soll er gesagt haben: „Aber Mama, das klingt ja nach Jazz!“

Jazzig, cool und intensiv wird auch der Auftritt von Norah Jones am Samstag werden. Ihre Lieder „Come away with me“ und „Don't know why“ haben ihr Weltruhm gebracht. In den Songs ihrer aktuellen Tour hat sie ihr Spektrum erweitert, sie mischt eigene Songs mit Coverversionen, Ruhiges mit Rockigem, und Balladen mit Blues.
Auch Weltklasse-Bassist Marcus Miller ist beim Jazzfestival wieder dabei. Zum nun schon 14. Mal wird er garantiert alle mit seinem vitalen Funk- und Afro-Jazz in seinen Bann ziehen.

Und auch sein Name gehört mittlerweile zu Jazz in Juan fest dazu: Ibrahim Maalouf. Der französisch-libanesische Trompeter begann in Juan im Jahr 2010 seine Weltkarriere, als er den Jazz-Preis „Victoire du Jazz“ als Neuentdeckung gewann.

Ira Söhnge

Das Programm

Donnerstag, 12. Juli (20.30 Uhr)
Charles Pasi
Lenny Kravitz

Samstag, 14. Juli (20.30 Uhr)
Ekram
Eli Degibri Quartet
André Manoukian 4tet

Sonntag, 15. Juli (18.30 Uhr)
Les Best of du Off

Montag, 16. Juli (20.30 Uhr)
Niles Rodgers & Chic
Earth, Wind & Fire

Dienstag, 17. Juli (20.30 Uhr)
Tigran Hamasyan
Carla Bruni
Melody Gardot

Mittwoch, 18. Juli (20.30 Uhr)
Cory Henry & The Funk Apostles
The Chick Corea Akoustic Band with John Patitucci and Dave Weckl

Donnerstag, 19. Juli (20.30 Uhr)
Biréli Lagrène & Charlier / Sourisse Multiquarium Big Band
Marcus Miller – Special Guest Selah Sue

Freitag, 20. Juli (20.30 Uhr)
Youn Sun Nah
Queen of Sheba – Ibrahim Maalouf & Angélique Kidjo

Samstag, 21. Juli (20.30 Uhr)
Dhafer Youssef
Norah Jones

Sonntag, 22. Juli (20.30 Uhr)
The Como Mamas (Freier Eintritt)

www.jazzajuan.com
Die Karten kosten zwischen 15 und 160 Euro; der Vorverkauf hat begonnen.