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Macron stellt Plan zum Kampf gegen die Armut vor

FRANKREICH

Heute Vormittag stellt Emmanuel Macron seine Strategie zum Kampf gegen die Armut in Paris vor. Laut der Statistikbehörde Insee leben 14 Prozent der Franzosen unter der Armutsgrenze. In der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur (PACA) haben sogar 17,4 Prozent der Bevölkerung monatlich weniger als 1026 Euro zur Verfügung und gelten demnach als arm.

Die Rentrée lief für den Staatspräsidenten nicht so wie geplant. Nur noch 29 Prozent der Franzosen halten ihn für einen guten Staatschef. Ein Grund mehr für Emmanuel Macron, sich jetzt von dem Image des „Präsidenten der Reichen“ zu distanzieren. Heute Vormittag stellt er seine Strategie zur Armutsbekämpfung in Paris vor.

Bereits am Montag traf er im Rahmen eines Treffens, das von ATD Quart Monde organisiert wurde, von Armut betroffene Franzosen und hörte sich ihre Geschichten und Probleme an.

Laut dem Institut national de la statistique et des études économiques (Insee) leben neun Millionen Franzosen, also 14 Prozent der Bevölkerung, unter der Armutsgrenze. Sie leben von weniger als 1026 Euro monatlich, über die Hälfte sogar von weniger als 855 Euro. Darunter seien drei Millionen Kinder – das entspreche jedem fünften Kind in Frankreich.

Auch vor der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur (PACA) macht die Armut nicht halt. Im Departement Vaucluse ist die Armutsrate mit 20,2 Prozent (Zahlen aus 2015) sogar deutlich höher als der nationale Durchschnitt. In den Departements Alpes-Maritimes (15,8%) und Var (15,7 %) leben leicht überdurchschnittlich viele Menschen unter der Armutsgrenze. Die durchschnittliche Armutsrate der Region beträgt 17,4 Prozent.

Laut dem Radiosender France Bleu zielt Macrons Strategie insbesondere darauf ab, bereits in jungem Alter den Weg in die Arbeitslosigkeit und Armut zu verhindern. Das könne in Form einer Ausbildungspflicht für alle Jugendlichen bis 18 Jahre konkretisiert werden. Auch Grundschulen und Kinderkrippen, die benachteiligte Kinder aufnehmen, sollen finanziell stärker unterstützt werden.

CJ