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Malizia-Skipper Herrmann segelt Greta Thunberg in die USA

MONACO

Der Oldenburger Profiskipper Boris Herrmann, 38, wird die inzwischen weltberühmte Umweltaktivistin Greta Thunberg in Kürze nach Amerika segeln. Die Gesamtleitung des Öko-Projekts hat der Monegasse Pierre Casiraghi, 31, der zu diesem Zweck seine emissionsfreie Hochsee-Segelyacht Malizia II zur Verfügung stellt.

Casiraghi ist der jüngste Sohn von Fürstentochter Caroline von Monaco, Prinzessin von Hannover, und ihrem zweiten Ehemann, dem 1990 tödlich verunglückten Rennbootfahrer Stefano Casiraghi. Die mehrmonatige umweltpolitische Reise soll Mitte August von Großbritannien aus starten und bis zur ersten Landung in New York etwa zwei Wochen dauern. Darüber hinaus werden Stationen in Mittel- und Südamerika angepeilt.

Im Rahmen ihres USA-Aufenthalts will die 16-jährige Schwedin, die von ihrem Vater Svante und dem Filmemacher Nathan Grossman begleitet wird, am 23. September beim Klimagipfel der Vereinten Nationen in New York auftreten. Im Dezember will sie in Chile bei der jährlichen UN-Klimakonferenz dabei sein. Schülerin Thunberg, die bedingungslos für eine bessere Klimapolitik kämpft, legt zurzeit ein Sabbatjahr ein. Unterwegs will sie Menschen treffen, die von den ökologischen Folgen eines Klimawandels besonders bedroht sind, aber auch andere Klimaaktivisten und Entscheidungsträger.

Boris Herrmann, der das 18-Meter-Boot mit seinen hochmodernen Energiegewinnungsanlagen an Bord steuern wird, will demnächst als erster Deutscher an der Vendée Globe teilnehmen. Der Turn findet alle vier Jahre statt und führt einmal um die Welt. Nächster Starttermin ist 2020.

Rolf Liffers