Haupt-Reiter

Nizza: Bauprojekt „Diamant“ geht in die erste Runde

IMMOBILIEN

Das Viertel rund um Nizzas Hauptbahnhof zwischen der Avenue Thiers und der Avenue Jean-Médecin erlebt in den nächsten zwei Jahren enorme Veränderungen: Das Projekt „Diamant“, das den Bahnhof mit dem Stadtzentrum verbinden soll, beginnt im Oktober.

Vor knapp einem Jahr wurde von Bürgermeister Christian Estrosi das Projektvorhaben „Diamant“ vorgestellt. Es soll eine Verbindung zwischen der Straßenbahn (Avenue Jean-Médecin) und dem Hauptbahnhof Nizza (Avenue Thiers) herstellen. Vielmehr noch sollen durch das Projekt das Stadtzentrum und das Bahnhofsviertel verbunden werden. Bisher dauert der Fußweg rund zehn Minuten. Der Bürgermeister hatte sich zuvor unter anderem die  Meinung des Architekten der „Bâtiments de France“ eingeholt.

19.000 m² soll das fertige diamantförmige Konstrukt messen – darin ein Hilton-Hotel, Geschäfte, Cafés, ein Fitnessstudio, Büroräume und eine Eventhalle mit 600 Plätzen. Das komplett verglaste Gebäude wurde vom berühmten polnisch-amerikanischen Architekten Daniel Libeskind (Ground Zero) entworfen und sei, so sagt er, einzigartig. Unter anderem war Libeskind auch Architekt des Jüdischen Museums in Berlin. Wie die Stadt Nizza betonte, ist das etwa 80 Millionen Euro teure Bauvorhaben vollständig in die Hände des Investors Compagnie de Phalsbourg gelegt und bedient sich keinerlei öffentlicher Mittel.

Die symbolische Grundsteinlegung wird in der ersten Oktoberhälfte stattfinden. In gut zwei Jahren, Ende 2019, soll das Bauvorhaben abgeschlossen sein. Seit einigen Tagen wird die Baustelle vorbereitet: Fußgänger werden umgeleitet, Palmen und Kakteen versetzt. Die ersten Presslufthammer sind im Einsatz, um die Fläche für die Baustelle frei zu räumen.

Die Meinungen über das Bauprojekt gehen auseinander. Viele Nizzarder empfinden das futuristisch anmutende Gebäude als zum restlichen Stadtbild unpassend.  

Birgit Kieckhäfer