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Präsidentenpaar Macron verbringt Wochenende auf Brégançon

MENSCHEN

Das Präsidentenehepaar Brigitte und Emmanuel Macron verbringt ab dem heutigen Freitag sein erstes Wochenende auf Fort de Brégançon in Bormes-les-Mimosas im Var. Damit macht der Staatschef seine Ankündigung war, die alte Festung wieder als offizielle Sommerresidenz des amtierenden Oberhauptes der Republik zu nutzen.

Macrons Vorgänger, der Sozialist François Hollande, hatte das als erster Präsident nach dem Krieg als "zu feudalistisch" abgelehnt. Fortan war das Fort der Öffentlichkeit zugänglich gewesen.

Wie verlautet, wollen die sich die Macrons auch während der Sommerferien in Bormes erholen.

Hollandes einziger Besuch auf Brégançon (2012) hatte unter einem schlechten Stern gestanden, weil sich seine Popularitätskurve damals nach unten gedreht hatte. Tatsächlich war es der Anfang vom Ende seiner politischen Laufbahn gewesen.

Macron, dessen Politik in Frankreich zurzeit auf heftige Proteste stößt, hat am gestrigen Donnerstag einen Triumph erlebt. Im deutschen Aachen ist er wegen seiner besonderen Verdienste um Europa mit dem hochrenommierten Karlspreis ausgezeichnet worden.

Apropos Karl: Karl Lagerfeld, allsommerlich enfant terrible der Promenade von Saint-Tropez, sorgte zeitgleich in einem Interview für einen Eklat: "Ich hasse die Bundeskanzlerin Angela Merkel", sagte er in dem Gespräch. Grund dafür sei ihre Flüchtlingspolitik. Der Modeschöpfer drohte mit der Rückgabe seiner deutschen Staatsangehörigkeit.

Wortwörtlich hieß es in der französischen Zeitschrift "Le Point": "Musste sie sagen, dass man eine Million Migranten willkommen heißen muss? Man muss sich der Vergangenheit, die wir in Deutschland haben, erinnern. Ich hasse Merkel dafür, dass sie das vergessen hat."

Merkel habe mit ihrer Entscheidung, "eine Million Zuwanderer" in Deutschland aufzunehmen, der rechtspopulistischen AfD bei den Wahlen im vergangenen Jahr den Weg in den Bundestag geebnet, kritisierte Lagerfeld. Nun säßen "100 dieser Neonazis im Parlament".

R. Liffers