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Wetterkapriolen: Tornado, Hagel und Überschwemmungen

CÔTE D’AZUR & PROVENCE

Zum Frühlingsanfang spielt das Wetter an der Côte d’Azur weiterhin verrückt. In der vergangenen Nacht hat sich in Villeneuve-Loubet (Alpes-Maritimes) ein beeindruckendes Wetterphänomen abgespielt. Kurz vor drei Uhr morgens traf ein Minitornado den Ort und hinterließ beachtliche Schäden. Verletzt wurde niemand.

Tornado. Foto: LycaonEin abgerissenes Dach, eine halbzerstörte Tankstelle, beschädigte Gebäude und Fahrzeuge sowie umgestürzte Bäume: Das ist die Bilanz des Minitornados und der Côte-d’Azur-weiten Wetterkapriolen an diesem Donnerstagmorgen. Der Berufsverkehr verlief jedoch ohne Einschränkungen.

Gegen 8 Uhr heute früh wurde unter anderem das Hinterland westlich von Nizza von einem Hagelsturm heimgesucht. Besonders betroffen waren die Orte Bellet und Ventabrun. Auch weiter westlich, zum Beispiel in Grasse, gingen später Hagelschauer nieder und hinterließen kurzzeitig eine weiße Decke auf dem Boden.

Insgesamt gab es seit gestern in der gesamten Region Provence-Alpes-Côte d’Azur starke Wolkenbrüche und Gewitter - es regnet und regnet bei für die Jahreszeit viel zu kühlen Temperaturen von um die 10 Grad. Vor allem in Küstengebieten kam es zu Überschwemmungen. Überdies wurden zahlreiche Blitzeinschläge registriert. Meteo France hat für die gesamte Region die zweithöchste Wetterwarnstufe „orange“ ausgerufen. Die stärksten Niederschläge werden heute im Zeitraum zwischen 11 und 15 Uhr erwartet.

Aus Sicherheitsgründen hat der Bürgermeister der Stadt Nizza, Christian Estrosi, zudem beschlossen, bis auf weiteres alle Parks und Gärten der Stadt zu schließen. Diese Schließung gilt auch für Grünflächen öffentlicher Einrichtungen: Museen, Krippen, Kindertagesstätten, Schulen, Bibliotheken, Vereinshäuser, Umweltzentren und Sportplätze.

Birgit Thiemann