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Zukunft des "Ikea-Weinguts" in Le Pradet noch unklar

MENSCHEN

Der jüngst verstorbene Ikea-Gründer Ingvar Kamprad hat ein Testament hinterlassen. Es regelt sehr genau, wer was bekommt. Einzelheiten über die Zukunft seines schönen Weinguts Navicelle in Le Pradet bei Toulon im Var sind der Verfügung jedoch nicht zu entnehmen.

Kamprads Reichtum wurde zuletzt auf rund 58 Milliarden Dollar geschätzt. Doch zu verteilen gibt es nach seinem Tod laut der schwedischen Zeitung "Dagens Nyheter" ("DN") deutlich weniger.

Das Geld des Unternehmers aus Småland steckt zum großen Teil in dem Möbelkonzern. Statt Milliarden vererbt er laut dem Bericht wohl nur "einige Hundert Millionen Kronen". Kamprads Privatvermögen belaufe sich insgesamt auf gerade mal 750 Millionen Kronen (umgerechnet 75 Millionen Euro), berichtete das Blatt unter Berufung auf die Zeitung "Sydsvenskan" - inklusive einem 240er-Volvo aus dem Jahr 1993 im Wert von umgerechnet 1500 Euro.

Die genau vererbte Summe ist unbekannt. Doch Hunderte Millionen sind wenig verglichen mit dem Wert des Konzerns, dessen Geschicke die Söhne Peter und Mathias Kamprad bereits seit Jahren zusammen mit externen Managern führen. Vorstandschef ist seit 2017 Jesper Brodin. Mehrere Stiftungen kontrollieren den Konzern.

Von dem noch zu verteilenden Erbe sollen Kamprads vier Kinder nur die Hälfte erhalten, wie aus dem vom Gericht im schwedischen Växjö veröffentlichten Testament aus dem Jahr 2014 hervorgeht. Seine insgesamt drei Söhne sowie die aus erster Ehe stammende Adoptivtochter Annika Kihlbom müssten sich demnach gemeinsam mit 375 Millionen Kronen begnügen. Das entspräche knapp 94 Millionen Kronen (etwa 9,5 Millionen Euro) für jeden.

R.L.