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Cannes: Dank an alle Kämpfer gegen das Virus statt Filmfestival-Beginn

WISSENSWERT

Tag 2 des déconfinements an der Côte d’Azur und in der Provence. Am Tag, an dem in Cannes die Filmfestspiele hätten beginnen sollen, enthüllt die Stadt ein riesiges Dankeschön an die Pflegekräfte und alle, die die zum Leben notwendigen Aufgaben während des Lockdowns erfüllt haben. Lesen Sie hier das Neueste rund ums déconfinement sowie aktuelle Zahlen zum Coronavirus aus dem Süden.

Tag 2 des déconfinements an der Côte d’Azur
Für eine starke symbolische Geste hat der Bürgermeister von Cannes, David Lisnard, gesorgt. Am Palais des Festivals, in dem heute die Eröffnung der 73. Filmfestspiele hätte gefeiert werden sollen, wurde ein riesiges Dankeschön enthüllt – statt des immer mit Spannung erwarteten Festival-Plakats. Lisnard wende sich damit allem voran an die Pflegekräfte, sagte er gegenüber der Presse, aber auch an all diejenigen, die während des Lockdowns dafür gesorgt haben, dass alle wichtigen Aufgaben erledigt wurden. Außerdem bedanke er sich bei der großen Mehrheit der Bürger für ihren Gemeinsinn und bitte sie darum, während des gestern begonnenen déconfinements weiterhin vorsichtig zu bleiben. Und schließlich sei er in Gedanken auch bei allen Künstlern sowie den im Tourismus Beschäftigten, den betroffenen Selbstständigen und Unternehmern.
Lisnard bitte alle Bürger insbesondere darum,

  • die Hygiene-Regeln weiterhin einzuhalten (Händewaschen, in den Ellenbogen niesen etc.),
  • Abstand zu anderen Menschen zu halten,
  • Masken zu tragen in öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften, Märkten und überall dort, wo sich viele Menschen aufhalten.

Strände
Die an der Côte d’Azur vielleicht am dringendsten erwartete Lockerung betrifft die Strände. Viele Strandabschnitte dürften am kommenden Wochenende wieder geöffnet werden – aber weiterhin mit strikten Auflagen: Das Bewegen am Strand und im Wasser soll wieder erlaubt sein, der Aufenthalt an einem Platz (Sonnen, Picknicken) jedoch noch verboten bleiben. Der Präfekt entscheidet über Anträge der einzelnen Bürgermeister. Die RIVIERAZEIT hält Sie über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden.

Überblick: was darf ich seit gestern und was nicht?
Ich darf: in die Bibliothek gehen, in ein kleines Museum, in den Wald/Park/öffentlichen Garten/Friedhof, in eine Kirche gehen (ohne Messe/Gottesdienst), zu einer Beerdigung mit maximal 20 Personen, mich frei im öffentlichen Raum bewegen (ohne attestation), öffentliche Verkehrsmittel nutzen, in Geschäfte und zum Friseur gehen.

Ich darf nicht: ins Kino/Theater/in ein großes Museum gehen, auch nicht an den Strand/an einen See, ins Fitness-Studio gehen oder eine andere Indoor-Sportart mit mehreren betreiben, eine Hochzeit feiern, eine Menschenansammlung von mehr als 10 Personen besuchen, mich mehr als 100 Kilometer von zu Hause wegbewegen sowie interregionale Züge oder Flugzeuge benutzen (ohne triftigen familiären oder beruflichen Grund), in Cafés/Restaurants/Bars gehen.

„Guide du déconfiné“
Einen kleinen Katalog « Guide du déconfiné des Alpes-Maritimes » mit Details zu den Lockerungen und Verhaltensregeln ab dem 11. Mai hat das Departement herausgebracht (hier herunterzuladen).

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FALL-ZAHLEN COVID-19

Tag 58 seit Beginn der Anti-Corona-Maßnahmen in Frankreich. Gestern lag die Gesamtzahl der bestätigten Covid-19-Fälle in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur (PACA) bei 15.958 – gut um 100 höher als gestern. 1311 der nachweislich Infizierten werden stationär im Krankenhaus behandelt, 169 davon auf der Intensivstation. 1086 positiv getestete Menschen sind in der Region seit Ende Februar am Coronavirus verstorben (plus 20 in 24 Stunden). Frankreichweit liegt die Zahl der Todesfälle bei 26.643 (plus 263 in 24 Stunden).

Region PACA
Die 1311 in der Region PACA stationär im Krankenhaus behandelten Covid-19-Patienten verteilen sich wie folgt auf die Departements, wie die Agence Nationale Santé Publique France bekannt gibt: Bouches-du-Rhône: 790 (120), Var: 219 (21), Alpes-Maritimes: 202 (21), Vaucluse: 47 (1), Hautes-Alpes: 34 (5), Alpes-de-Haute-Provence: 19 (1). In Klammern die Zahlen der Patienten auf der Intensivstation. Die Anzahl der nachweislich im Krankenhaus am Coronavirus Verstorbenen liegt in der Region bei 797 (plus 20 seit dem Vortag) und teilt sich wie folgt auf: Bouches-du-Rhône: 462 (plus 11), Alpes-Maritimes: 160 (plus 2), Var: 118 (plus 5), Vaucluse: 31 (plus 1), Alpes-de-Hautes-Provence: 9 (unverändert), Hautes-Alpes: 12 (plus 1). Hinzu kommen Tote, die in Altenheimen verstorben sind: In der Region PACA sind dies seit Beginn der Epidemie 289 Menschen (unverändert seit dem Vortag). Damit liegt die Gesamtzahl an Covid-19-Verstorbenen in der Region bei 1086.

Côte d’Azur
Im Departement Alpes-Maritimes sind seit Beginn des Ausbruchs von Covid-19 insgesamt 224 Menschen der Krankheit erlegen (im Krankenhaus und in Altenheimen). Im benachbarten Var sind es 219 Menschen.

Frankreich
Frankreichweit lag die Zahl der nachgewiesenen Covid-19-Fälle gestern Mittag um 14 Uhr bei insgesamt 139.519 (plus 456 in 24 Stunden). 22.284 Infizierte werden aktuell im Krankenhaus behandelt (minus 285 in 24 Stunden), 2712 von ihnen auf der Intensivstation (minus 64). 16.820 Menschen sind dem Virus im Hexagon bislang in Krankenhäusern zum Opfer gefallen (plus 178), 9823 Menschen in Altenheimen (plus 85), also insgesamt 26.643 Menschen (plus 263). 56.724 Covid-19-Patienten konnten das Krankenhaus unterdessen wieder verlassen (plus 507).
Weitere Zahlen, Statistiken und Informationen rund um die Corona-Pandemie veröffentlicht die nationale Gesundheitsbehörde Santé publique France täglich online. Einen guten Überblick gibt außerdem eine Seite der Regierung.

Monaco
In Monaco hat es gestern und Sonntag keine bestätigte Neu-Infizierung gegeben. Damit liegt die Gesamtzahl an nachweislich an Covid-19 erkrankten Menschen im Fürstentum nach wie vor bei 96 (85 von ihnen sind wieder genesen). Eine Person wird stationär im Krankenhaus CHPG behandelt (Intensivstation). Seit Beginn der Krise sind in Monaco vier Menschen am Coronavirus verstorben.
Positiv getestete Patienten mit nur leichten Symptomen werden gebeten, zu Hause in Quarantäne zu bleiben, um Ressourcen im Krankenhaus zu schonen. Sie werden selbstverständlich medizinisch betreut; aktuell sind es fünf solcher Fälle.