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+++ Corona-Update +++ PACA nun Risikogebiet, Monaco forscht

Deutschland erklärt die Region Provence-Alpes-Côte-d’Azur (PACA) und Île-de-France zum Risikogebiet. Monaco lässt das Abwasser auf Corona-Erreger untersuchen.

©Auswärtiges AmtAufgrund der gestiegenen Neuansteckungen in der PACA-Region sowie in und um Paris (Île-de-France) hat Deutschland beide Regionen zum Risikogebiet erklärt. Das Auswärtige Amt warnt vor touristischen Reisen ins Nachbarland: „Frankreich verzeichnet wieder steigende COVID-19 Infektionszahlen. Besonders betroffen sind die Regionen Île-de-France, dort insbesondere das Département Paris (75), und Provence-Alpes-Côte d’Azur, dort insbesondere die Départements Bouches-du-Rhône (13) und Alpes-Maritimes (06) an der Mittelmeerküste. In diesen Regionen überschreitet die Zahl der Neuinfektionen 50 Fälle pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage, weshalb sie zu Risikogebieten eingestuft wurden. Daraus resultiert ein verpflichtender kostenloser PCR-Test bei Einreise nach Deutschland sowie ggf. eine Quarantäneverpflichtung.“[1]

Tägliche Fallzahlen in Frankreich wieder gesunken

Der Rekord von 4.897 neuen Fällen am Sonntag wurde nicht erneut gebrochen. Tatsächlich hat sich die Zahl der Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag mehr als halbiert.

Tweet Gesundheitsministerium

Corona in Frankreich:[2]

• 244.854 Infizierte insgesamt (+1.955 zum Vortag)
• 4.709 aktuell stationär behandelte Patienten (-19 zum Vortag)
• Davon müssen 383 intensivmedizinisch betreut werden (+16 zum Vortag)
• 333 Cluster (+4 zum Vortag)
• Quote der bestätigten Fälle liegt bei 3,6 Prozent (+/-0 zum Vortag)

Corona-Forschung im Abwasser Monacos

AbwassertestIn Monaco soll das Abwasser auf Viruszirkulation überprüft werden. Ziel des „Oepine“-Projekts (Epidemiologisches Observatorium für Abwasser) ist es, beispielsweise über die Konzentration des Erregers im Kot, die Entwicklung eines Frühwarnsystems zu realisieren.

Die mikrobiologische Analyse von Abwasser spiele eine durchaus strategische Rolle bei der Überwachung der Viruszirkulation, so die monegassische Regierung. Das Virus wird im Wasser zwar schnell inaktiv, die inaktivierten SARS-Cov-2-Nukleinsäuren ließen sich jedoch länger nachweisen und quantifizieren. „Dieser direkte zeitliche Zusammenhang kann bereits vor dem Auftreten einer Epidemie-Welle ein Indikator für eben jene sein und als Instrument für eine Vorhersage dienen“, heißt es von Seiten der Regierung.

In mehreren Städten auf der ganzen Welt sind Forscher dazu übergegangen, dem Abwasser auf den Grund zu gehen. Es geht darum, die Ausbreitung des Coronavirus frühzeitig zu erkennen. Die Spuren, die die Biologen dabei entdecken, sollen Erkenntnisse über die Entwicklung der Pandemie liefern. Entsprechende Tests erwiesen sich bereits in ganz Frankreich als erfolgreich. Im Herbst erfolgen weitere Tests an insgesamt 150 Orten im Hexagon.

 

Denise Mähne

[1] auswaertiges-amt.de. Zugriff 25.08.2020.

[2] santepubliquefrance.fr. Zugriff 25.08.2020.