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+++ Corona-Update +++ Zweite Welle trifft Côte d’Azur mit voller Wucht

WISSENSWERT

Mehr als 58.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Frankreich innerhalb von 24 Stunden: absoluter Rekord. Und die Côte d’Azur gelangt an ihre Grenzen: Die Kapazitäten auf den Intensivstationen im Departement Alpes-Maritimes waren am gestrigen Donnerstag zu mehr als 95 Prozent erschöpft. Von Montag bis zum gestrigen Donnerstag wurden hier 42 Covid-19-Tote gezählt – auch das ein neuer trauriger Rekord. Nizzas Bürgermeister plädiert für einen härteren Lockdown.

361 Patienten mit Covid-19 werden im Departement Alpes-Maritimes aktuell (Zahlen vom gestrigen Donnerstag, 5. November) im Krankenhaus behandelt, 66 von ihnen auf der Intensivstation (allein 16 neu in den ersten vier Tagen dieser Woche). Damit sind 95,7 Prozent der bei Ausbruch der Pandemie vorhandenen Intensivbetten belegt. Die 7-Tages-Inzidenz (Infizierte pro 100.000 Menschen) liegt in den Alpes-Maritimes bei 335,93.

Die Zahl der belegten Betten ist mit 361 (plus 81 in den ersten vier Tagen dieser Woche) schon jetzt deutlich höher als während des Höhepunkts der ersten Welle Mitte April. Damals waren es 282.

Nizzas Bürgermeister plädiert für härteren Lockdown
Wenn man die Straßen zumindest rund um Sophia-Antipolis in den Alpes-Maritimes betrachtet, wo das Verkehrsaufkommen seit Beginn des neuen Lockdowns maximal geringfügig kleiner ist als vor dem Lockdown, mag der Bürgermeister von Nizza, Christian Estrosi, richtig liegen. Er fordert die Regierung auf, striktere Maßnahmen zu ergreifen. Und das, obwohl Nizza unter 22 Metropolregionen am Mittwoch nur auf Platz 19 lag, was die Coronazahlen betrifft. Besorgniserregend seien hier die steigenden Zahlen der letzten Tage.
„Der Aufruf zur Telearbeit ist keine Lösung. Es sind Menschen auf der Straße, auf den Märkten. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind voll“, sagte Estrosi der Presse. Er plädiert für einen „echten“ Lockdown statt der aktuellen Light-Version, wobei die Schulen jedoch geöffnet bleiben sollten.

Nachbarschaftshilfe in Nizza
Wieder angelaufen ist in Nizza wie schon im Frühjahr eine Hilfsaktion für alte und bedürftige Menschen. Die Stadt appelliert an ihre Bürger, sich um ihre Nachbarn zu kümmern: Wer neben alleinstehenden älteren Menschen wohnt, möge ihnen seine Hilfe anbieten und kann die Person außerdem der Stadt melden unter folgender Telefonnummer: 04 97 13 56 00 (Mo-Fr 9-12 und 14-17 Uhr sowie Sa 9-12 Uhr). Die Stadt stellt dann eine Unterstützung sicher, etwa in Form von Einkäufen.

Monaco hält kulturelles Leben aufrecht
Im Fürstentum Monaco geht im Gegensatz zu Frankreich unterdessen das kulturelle Leben weiter: Unter dem Titel „Culture et Vous“ werden die in Theatern und Konzertsälen geplanten Aufführungen vom 5. bis 30. November zum einheitlichen Ticketpreis von 5 Euro angeboten. Mit dabei sind das Grimaldi Forum, die Opéra de Monte-Carlo, das Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, les Ballets de Monte-Carlo, das Théâtre Princesse Grace, das Institut Audiovisuel de Monaco und die Museen. Die Uhrzeiten der Aufführungen werden angepasst, damit die Zuschauer zur Sperrstunde wieder zuhause sind.  

Details & Programm unter www.covid19.mc.
Reservierung: www.montecarloticket.com oder www.balletsdemontecarlo.com | www.grimaldiforum.com | www.institut-audiovisuel.com | www.opmc.mc | www.opera.mc | www.tpg.mc