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Coronavirus: Derzeitige Situation an der Côte d'Azur

Das Coronavirus verbreitet sich aktiv weiter und schürt die Angst vor einer zweiten Welle mit möglicherweise katastrophalen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen. Laut Experten ist die Situation an der Côte d'Azur jedoch relativ stabil.

COVID-19

Der Direktor der regionalen Gesundheitsbehörde, Philippe De Mester, sagte am 30. Juli in einem Interview zu France Bleu, dass die Situation sich in den Alpes-Maritimes zwar nicht erfreulich entwickelt, es momentan aber auch keinen Anlass zur Sorge gebe. Die Fallzahlen haben in den letzten Tagen leicht zugenommen, es gebe jedoch kaum Personen, die sich in krankenhäuslicher Behandlung befinden. „Es gibt zwei oder drei Cluster in den Alpes-Maritimes. Diese wurden schnell identifiziert. Die Situation ist also unter Kontrolle“, führt De Mester aus. Seine Empfehlung ist, auch im Freien eine Maske zu tragen, weil das Risiko einer Ansteckung hoch ist und man in der Freizeit nicht immer Acht gibt, was beispielsweise die Abstandsregeln betrifft. Grundsätzlich rät De Mester dazu, „Umsicht und Vorsicht“ walten zu lassen. 

Die Maskenpflicht ist in Frankreich seit dem 20. Juli in allen geschlossenen öffentlichen Räumen obligatorisch. Bei einem Verstoß gegen die Maskenpflicht werden 135 Euro Bußgeld fällig. Am 31. Juli hat Gesundheitsminister Olivier Véran in einem Twitterpost mitgeteilt, dass die Präfekten die Maskenpflicht per Dekret auch auf öffentlich zugängliche Räume im Freien ausdehnen können, beispielsweise in Fußgängerzonen, an Strandpromenaden oder auf Märkten. Diese Maßnahme würde davon abhängen, wie sich die Situation in den jeweiligen Gebieten entwickelt. 

Seit kurzem verzeichnet Monaco ebenfalls wieder positive Fälle, dabei handelt es sich fast ausschließlich um Personen, die sich auf Reisen angesteckt haben. Die Erkrankten sind entweder asymptomatisch oder weisen nur wenige Symptome auf. Die Maskenpflicht gilt in Monaco in allen öffentlich zugänglichen Räumen und Warteschlangen aller Art. Um die Verbreitung des Coronavirus in Geschäften, Hotels, Museen etc. zu verhindern, wurde zusätzlich das Label „Monaco Safe“ ins Leben gerufen. Das Label bestätigt, dass die von den Behörden vorgegebenen Gesundheitsprotokolle von den zertifizierten Unternehmen eingehalten werden. Damit soll auch vermittelt werden, dass Monaco trotz Corona ein sicheres Reiseziel ist. 

 

Elwira Otto

 

Das Interview mit Philippe De Mester ist hier zu finden:

https://www.francebleu.fr/emissions/le-temoin-de-l-actu/azur/le-temoin-de-l-actu-173