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Coronavirus: Frankreich und Monaco verlängern Ausgangssperre

WISSENSWERT

Tag 25 der Ausgangssperre in Frankreich. Gestern Mittag lag die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur (Sud/PACA) bei 9705. Am Vortag waren es 9306 Fälle. 1763 der nachweislich Infizierten werden stationär im Krankenhaus behandelt, 426 davon auf der Intensivstation. 286 positiv getestete Menschen sind in der Region seit Ende Februar am Coronavirus verstorben. 1841 Covid-19-Patienten konnten das Krankenhaus unterdessen wieder verlassen. Frankreichweit liegt die Zahl der Todesfälle bei 12.210. Sowohl Frankreich als auch Monaco haben unterdessen angekündigt, die geltende Ausgangssperre zu verlängern. Weitere News zum Coronavirus aus Frankreich und von der Côte d’Azur:

Region PACA
Die 1763 in der Region PACA stationär im Krankenhaus behandelten Covid-19-Patienten verteilen sich wie folgt auf die Departements, wie die Agence Nationale Santé Publique France bekannt gibt: Bouches-du-Rhône: 1045 (248), Var: 278 (56), Alpes-Maritimes: 264 (84), Vaucluse: 86 (20), Hautes-Alpes: 54 (15), Alpes-de-Haute-Provence: 31 (3). In Klammern die Zahlen der Patienten auf der Intensivstation. Die Anzahl der nachweislich am Coronavirus Verstorbenen liegt in der Region bei 286 und teilt sich wie folgt auf: Bouches-du-Rhône: 154, Alpes-Maritimes: 61, Var: 46, Vaucluse: 19, Alpes-de-Hautes-Provence: 4, Hautes-Alpes: 2.

Frankreich
Frankreichweit lag die Zahl der nachgewiesenen Covid-19-Fälle gestern Mittag um 14 Uhr bei insgesamt 86.334 (plus 4286 in 24 Stunden). 30.767 Infizierte werden aktuell im Krankenhaus behandelt (plus 392 in 24 Stunden), 7066 von ihnen auf der Intensivstation (minus 82). 8044 Menschen sind dem Virus hier bislang in Krankenhäusern zum Opfer gefallen (plus 412), 4166 Menschen in Altenheimen (plus 929), also insgesamt 12.210 Menschen. 21.254 Covid-19-Patienten konnten das Krankenhaus unterdessen wieder verlassen (plus 1917).
Weitere Zahlen, Statistiken und Informationen rund um die Corona-Pandemie veröffentlicht die nationale Gesundheitsbehörde Santé publique France täglich online. Einen guten Überblick gibt außerdem eine Seite der Regierung.

Monaco
In Monaco hat es am gestrigen Donnerstag drei bestätigte Neu-Infizierungen gegeben. Damit erhöht sich die Gesamtzahl im Fürstentum auf 84 an nachweislich an Covid-19 erkrankten Menschen (fünf von ihnen sind unterdessen wieder genesen). Elf werden stationär im Krankenhaus CHPG behandelt, drei darunter auf der Intensivstation. Positiv getestete Patienten mit nur leichten Symptomen werden gebeten, zu Hause in Quarantäne zu bleiben. Sie werden selbstverständlich medizinisch betreut, derzeit sind es 101 solcher Fälle. Auf diese Weise sollen Ressourcen im Krankenhaus geschont werden.

Verlängerung der Ausgangssperre in Monaco
Bereits vor seinem großen Nachbarn Frankreich hat Monaco heute das confinement bis einschließlich Sonntag, 3. Mai, verlängert. Die Maßnahmen der vergangenen drei Wochen hätten Wirkung gezeigt und dafür gesorgt, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet worden sei. Auf Anweisung des Fürsten gelten damit sämtliche zur Verlangsamung der Ausbreitung des Virus getroffenen Maßnahmen auch weiterhin, darunter das Verbot, sein Zuhause zu verlassen. Ausnahmen sind weiterhin u.a. gestattetet, um zur Arbeit zu gelangen, Lebensmittel zu kaufen, zum Arzt zu gehen, kurz spazieren oder Gassi zu gehen bzw. Sport zu machen.

Macron gibt weitere Dauer der Ausgangssperre am Ostermontag bekannt
Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron wendet sich am kommenden Montag, 13. April, um kurz nach 20 Uhr erneut in einer Fernseh-Ansprache an die Bürger des Hexagons. Klar ist bereits, dass auch in Frankreich das confinement über den zuletzt angepeilten 15. April hinaus Bestand haben wird. Seit dem 17. März sind die Bewohner des Landes gehalten, weitestgehend zuhause zu bleiben.

Online-Formular als Ausgangs-Rechtfertigung
Die attestation de déplacement dérogatoire, die ausgefüllt mitzuführen ist, sobald man die eigenen vier Wände verlässt, ist nun auch in digitaler Form gültig: Dazu gibt es ein Formular, das auf dem Smartphone auszufüllen und den Ordnungsbehörden auf Nachfrage vorzuzeigen ist. Die Regierung baut eventuellem Missbrauch gleich vor: Es genüge nicht, das Formular schnell auszufüllen, wenn man einen Ordnungshüter sehe, denn das Programm speichere auch die Uhrzeit des Ausfüllens.