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Coronavirus: Handelskammer Nizza unterstützt lokale Firmen

WIRTSCHAFT

Aufgrund der Verbreitung des Coronavirus werden an der Côte d’Azur große Veranstaltungen abgesagt und der Tourismus schwächelt. Laut einer Umfrage in der vergangenen Woche fühlen sich mehr als zwei Drittel der lokalen Unternehmen akut betroffen. Die Industrie- und Handelskammer Nizza trifft Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft.

Industrie- und Handelskammer Nizza CCI Chambre de Commerce et d'Industrie Nice Côte d'Azur Notfallsitzung Coronavirus Covis19 Wirtschaft Côte d‘AzurZwar gehört die Côte d’Azur mit 32 Covid-19-Fällen in den Alpes-Maritimes und 13 im Var (Stand Mittwoch, 11. März) bislang nicht zu den am stärksten betroffenen Gebieten in Frankreich, jedoch leidet die Region als wichtiges Industriegebiet, beliebtes Reiseziel und Kulturzentrum wirtschaftlich stark an der Epidemie.

Große Veranstaltungen wie die Immobilienmesse MIPIM, das Serienfestival Canneseries sowie die Verbrauchermesse Foire de Nice wurden abgesagt oder verschoben, somit nationale und internationale Besucher abgeschreckt. Restaurants, Hotels, Taxis und Veranstaltungsagenturen stecken mitunter herbe Verluste ein. Laut einer Online-Umfrage der Industrie- und Handelskammer Nizza CCI (Teilnahme weiterhin möglich) lässt der Virus 72 Prozent der Unternehmen seine negativen Auswirkungen spüren.

Einerseits sind für ein Viertel der Befragten die Import-Export-Aktivitäten mit Italien erschwert, andererseits verzeichnen 42 Prozent selbst einen Rückgang der Aufträge (Stand Ende vergangener Woche). Somit hat sich der Betrieb für 61 Prozent der Teilnehmer der Umfrage verlangsamt und 41 Prozent der Unternehmen rechnet bereits mit einem Umsatzrückgang von mindestens 20 Prozent.

Um dem entgegenzuwirken, stimmte die Industrie- und Handelskammer Nizza (CCI Nice Côte d'Azur) bei ihrer Generalversammlung am Montag, 9. März, einstimmig einem Antrag zur Unterstützung der Unternehmen zu. Der Antrag sieht vor, bei der Regierung um eine Steuerbefreiung und einen Nothilfefonds zu bitten. Der Nothilfefonds könnte betroffenen Betrieben mit rückzahlbaren Vorschüssen helfen, bis sich die wirtschaftliche Lage wieder normalisiert. Mehrere Gemeinden haben bereits die Freigabe von Mitteln angekündigt.

Des Weiteren will die CCI als zentrale Anlaufstelle Unternehmen unterstützen, indem sie ihre Verfahren für das Stellen von Anträgen auf Fristverlängerung, Verteilung der Schulden sowie auf Subventionen und Vorschüsse vereinfacht.

Weitere Hilfsmaßnahmen umfassen die Verschiebung von sozialen und steuerlichen Fristen und die Ausdehnung der Kredite mit der Unterstützung des Staates, der Banque de France oder der Bpifrance. Sollten Unternehmensbesitzer gezwungen sein, ihre Angestellten auf Teilzeit umzustellen, so muss der dadurch entstehende Lohnausfall entschädigt werden. Hierfür können die Unternehmer die staatliche Beihilfe DIRRECT beantragen. Auch bietet die Handelskammer Unterstützung bei der Bewältigung von Konflikten mit Kunden oder Lieferanten.

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Alle betroffenen Unternehmer können sich an die Industrie- und Handelskammer Nizza CCI - Chambre de Commerce et d'Industrie Nice Côte d'Azur wenden, die Unternehmern sowohl vor Ort als auch über die folgenden Kanäle beratend zur Seite steht:

E-Mail: allocci@cote-azur.cci.fr
Spezielle Telefonnummer: Tel. +33 (0) 4 93 13 75 73
Website: www.cote-azur.cci.fr

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