Haupt-Reiter

Die Alpes-Maritimes wappnen sich gegen das Coronavirus

CÔTE D’AZUR & PROVENCE

Bisher wurden im Departement Alpes-Maritimes keine Fälle einer Infektion mit dem Virus Covid-19 verzeichnet, die lokalen Behörden treffen jedoch Vorkehrungsmaßnahmen. So wurde das Centre Hospitalier Universitaire in Nizza (CHU) nun zu der Liste der 70 Krankenhäuser in Frankreich hinzugefügt, die dazu in der Lage sind, den Coronavirus zu diagnostizieren.

Coronavirus Alpes-Maritimes

 Das Institut des Universitätsklinikums in Marseille gehört ebenfalls bereits zu Krankenhäusern, die Tests zur Diagnose durchführen können. In der nahen Zukunft sollen frankreichweit weitere 70 Krankenhäuser zur Durchführung der Tests autorisiert werden, sodass es letztendlich mindestens eine Anlaufstelle pro Departement gibt.

Vor allem die Grenzstadt Menton reagiert aktuell mit starken Vorsorgemaßnahmen auf die Epidemie, die ihren Ursprung im Dezember in Wuhan hatte. Weltweit haben sich bislang rund 77.000 Menschen in etwa 30 Ländern mit dem Virus infiziert. Aufgrund seiner Nähe zu Italien, dem bisher am meisten betroffenen europäischen Land mit 149 Infektions- und vier Todesfällen, fordert der Bürgermeister von Menton, Jean-Claude Guibal, die Aufstellung eines Notfallplans für die Stadt, die Mobilisierung von Krankenhäusern sowie die Verstärkung der Gesundheits- und Passkontrollen an der Landesgrenze.

Allerdings ist es derzeit eher Norditalien, das betroffen ist. Dort wurde ein Teil der Lombardei und Venetiens unter Quarantäne gesetzt, Schulen bis Anfang März geschlossen und die Feierlichkeiten des Karnevals in Venedig vorzeitig beendet. Die bisherigen vier Todesfälle in Italien betreffen jeweils ältere, bereits an anderen Krankheiten leidende Personen, sprich Personen mit einem geschwächten Immunsystem.

KR