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Kultur-Abend in Marseille: Damit nie vergessen wird, was geschah

KULTUR

Bewegendes Konzert der russischen Pianistin Elisaveta Blumina in Marseille: Anlässlich des diesjährigen Vorsitzes der IHRA (International Holocaust Remembrance Alliance) durch die Bundesrepublik Deutschland hatten Vertreter der jüdischen Gemeinde Frankreichs (fsju), das deutsche Generalkonsulat Marseille und die Région Sud am Dienstag in den großen Saal des Marseiller Pharo-Palais geladen.

Emotionaler Auftakt des Abends war der berührende Bericht des Marseiller Zeitzeugen Robert Mizrahi, dessen Eltern und Familienangehörige in den nationalsozialistischen Vernichtungslagern umgekommen waren; er selbst und sein achtjähriger Bruder entgingen der Deportation nur durch die mutige Intervention ihrer Nachbarn.

Die in Hamburg lebende Echo-Preisträgerin Blumina, bekannt als eine der wichtigsten Interpretinnen der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, setzt sich für Komponisten ein, deren Musik aus Gründen der Diskriminierung nicht aufgeführt und folglich vergessen wurde. In ihrem abwechslungsreichen Programm von Werken jüdischer Komponisten sowie aus dem jüdischen Leben wurde sie begleitet durch den international anerkannten Fagottisten Mathias Baier sowie durch die virtuosen israelischen Klarinettisten-Zwillinge Alexander und Daniel Gurfinkel.

CH