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Mario Adorf wird 90: Die RivieraZeit gratuliert herzlich!

MENSCHEN

Mario Adorf, der in Saint-Tropez eine zweite Heimat gefunden hat, mahnt in verschiedenen Medien, das Coronavirus nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, auch wenn es Freiheiten einschränke. Der Schauspieler feiert morgen seinen 90. Geburtstag – nach eigenen Angaben wegen der Pandemie "im allerkleinsten Kreis". Herzlichen Glückwunsch!

Für einen laxen Umgang mit dem Coronavirus hat Adorf wenig Verständnis. "Man sollte keine allzu große Angst haben, aber auch nicht sorglos sein. Wir müssen das Virus ernst nehmen", sagte der Schauspieler. "Das Schlimmste und Gefährlichste scheint mir das Leugnen des Virus zu sein." Natürlich verstehe er die vielen jungen Menschen, die auf fröhliche Feiern nicht verzichten wollen. "Aber auch sie sollten ihre Vernunft gebrauchen und lernen, sich ein wenig einzuschränken."

Ihm selbst gehe es gut, "wenn auch das vergangene halbe Jahr wegen des Covid nicht zum Jubeln war".

Kurz vor seinem runden Geburtstag am morgigen 8. September zeigte sich Adorf aber trotzdem zufrieden. "Ich habe keinen großen Wunsch mehr, eher viele kleine." Überhaupt sei es ihm in seinem Leben nicht allzu schlimm ergangen. "Es sind sicher viele Wünsche offen geblieben, aber ich war mit meinem Leben und dem, was ich erreicht habe, im Ganzen zufrieden."

Zu seinem 80. Geburtstag traf Mario Adorf sich mit der damaligen Riviera Côte d’Azur Zeitung (RCZ) zum Exklusiv-Interview. Lesen hier, was er uns vor zehn Jahren erzählte!

Adorf wuchs im rheinland-pfälzischen Mayen auf. Nach dem Besuch der Otto-Falckenberg-Schauspielschule in München ging er an die Münchner Kammerspiele. Mit dem Film "Nachts, wenn der Teufel kam" von Robert Siodmak hatte er dann 1957 seinen Durchbruch beim Film. Zu sehen war er in Streifen wie "Die Blechtrommel", "Die verlorene Ehre der Katharina Blum", "Rossini – oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief" und "Winnetou 1".

R.L.

Über weitere Stationen seiner Karriere lesen Sie in unserem Artikel anlässlich der Überreichung der Goldenen Kamera vor acht Jahren.