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Monaco: Corona-Fallzahlen steigen, Sperrstunde ab 20 Uhr

MONACO

Monaco hat gestern 22 neue Covid-19-Fälle gezählt – viel für das kleine Land, in dem die täglichen Zahlen in der ersten Welle einstellig geblieben waren. Fürst Albert hat sich Ende vergangener Woche in einer TV-Ansprache an sein Volk gewandt. Seit Sonntag gelten auch im Fürstentum strengere Regeln. Einen Lockdown wie in Frankreich gibt es jedoch nicht.

22 neue Fälle am gestrigen Dienstag heben die Zahl der Gesamtinfektionen unter Monegassen und Monaco-Residenten seit Ausbruch der Pandemie auf 397. Dreizehn Covid-19-Patienten werden aktuell im Centre Hospitalier Princesse Grace, CHPG, behandelt – fünf von ihnen auf der Intensivstation. Insgesamt fünf der hospitalisierten Menschen sind Bewohner des Fürstentums.

89 Covid-Erkrankte mit leichteren Symptomen befinden sich in häuslicher Quarantäne und werden vom Centre de Suivi à Domicile betreut.

 

Nächtliche Sperrstunde

Anders als im Nachbarstaat Frankreich gilt in Monaco vorläufig kein Lockdown. Allerdings hat Fürst Albert II. für vorerst einen Monat eine Sperrstunde zwischen 20 und 6 Uhr angeordnet, die seit Sonntag in Kraft ist. Ein Verlassen des Zuhauses in dieser Zeit nur aus triftigen Gründen gestattet, darunter berufliche, medizinische oder familiäre Gründe, oder um sein Haustier auszuführen.

Allgemeine Maskenpflicht

Darüber hinaus gilt seither eine generelle Maskenpflicht (ab 5 Jahre) im gesamten öffentlichen Raum. Auch im Privaten wird das Tragen einer Maske empfohlen. Wer im Freien Sport treibt wie Jogging, ist von der Pflicht ausgenommen, muss aber eine Maske mitführen und sie aufsetzen, sobald die Aktivität unterbrochen wird.

Geschäfte geöffnet, Restaurants sogar bis 21.30 Uhr

Geschäfte können bis auf Weiteres außerhalb der Sperrstunde geöffnet bleiben. Von der Sperrstunde ab 20 Uhr ausgenommen sind Restaurants, Casinos und Theater etc. Die Betreiber der genannten Etablissements müssen ihren Gästen eine Bescheinigung ausstellen mit der Uhrzeit des Verlassens. Bis 22 Uhr muss jeder von ihnen zu Hause sein.
Im Übrigen muss in Restaurants seit Sonntag ein Mindestabstand von 1,50 Meter (statt bisher 1 Meter) zwischen den Tischen eingehalten werden. An einem Tisch dürfen maximal sechs Gäste Platz nehmen, und für abends gilt eine Reservierungspflicht.

Was geschlossen ist

Geschlossen bleiben müssen Bars, Sportstätten (ebenfalls untersagt: Amateur-Sport im Verein und Schulsport), Schwimmbäder und Spas. Mitarbeiter erhalten vom Staat den vollen Lohn (chomage total temporaire renforcé).

Schulen bleiben geöffnet

Schulen und die Uni bleiben geöffnet (Maskenpflicht ab der Grundschule). Ebenfalls geöffnet bleiben Verwaltungen; auch Museen und Hotels können weiter Gäste empfangen. Wo immer möglich, empfiehlt die Regierung jedoch Telearbeit.