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Nationaler Gedenktag: Nizza erinnert an Terrorismus-Opfer

FRANKREICH

Der 11. März gilt von nun an frankreichweit als Gedenktag für Terrorismus-Opfer. Am vergangenen Mittwoch versammelten sich Nizzas Bürgermeister Christian Estrosi, weitere politische und militärische Persönlichkeiten sowie Familienangehörige von Getöteten und Verletzten am „Schlossberg“ in Nizza, um Opfern des Terrorismus Respekt zu erweisen.

Die Gedenkveranstaltung am Vormittag des 11. März, des neuen nationalen Gedenktages an die Opfer des Terrorismus, verlief in einer feierlichen, andächtigen Atmosphäre. Um 10 Uhr versammelten sich auf der Colline du Château in Nizza Repräsentanten der Präfektur und Angehörige, um im Namen der Nation zusammen an alle Menschen zu erinnern, die ihr Leben aufgrund von Terroranschlägen verloren oder Verletzungen davongetragen haben.

Nachdem das Orchester der Feuerwehr gespielt hatte, hielt Nizzas Bürgermeister Christian Estrosi eine Rede, in der er die Wichtigkeit solcher Orte der Erinnerung wie das Mahnmal zu Ehren der Opfer des Terrorismus in Nizza betonte, vor dem die Gedenkfeier stattfand. Unterhalb der Gedenkstätte erstreckt sich die Küste entlang die Promenade des Anglais, auf der am 14. Juli 2016 bei einem perfiden Lkw-Attentat 86 Personen ums Leben gekommen und 458 verletzt worden waren. Der Anschlag sei die größte Tragödie Frankreichs der letzten Jahre gewesen, so Estrosi.

Im Anschluss daran las der Präfekt des Departements Alpes-Maritimes, Bernard Gonzalez, eine Nachricht von Staatspräsident Emmanuel Macron vor, der für Solidarität der französischen Nation sowie aller Länder im Kampf gegen den Terrorismus plädierte. Des Weiteren wurden an die Angehörigen einiger Opfer Medaillen der Anerkennung vergeben und ein Kinderchor rief die wichtigsten Punkte der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte in Erinnerung: das Recht auf Leben auf Freiheit und die Unversehrtheit der Person. Zum Abschluss der Gedenkveranstaltung wurde die Marseillaise gespielt.

Klaudia Rzezniczak