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Nizza hat seinen zweiten Denguefieber-Fall des Jahres

WISSENSWERT

Zwei autochthone Dengue-Fälle sind Ende August beziehungsweise Anfang September in Nizza bestätigt worden. Die Viruskrankheit wird von Tigermücken übertragen, die sich seit Jahren in Südfrankreich und darüber hinaus verbreiten. Betroffene leiden an grippeähnlichen Symptomen – plötzlich auftretendem hohem Fieber, Muskelschmerzen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, gelegentlich einhergehend mit inneren Blutungen. Ein schwerer Krankheitsverlauf kann auch zum Tode führen.

Autochtone Dengue-Fälle – also Fälle, die nicht durch eine Reise in ein klassisches Dengue-Risikogebiet in den Tropen oder Subtropen eingeschleppt wurden – treten in Südfrankreich immer mal wieder auf. Der erste verzeichnete autochthone Fall an der Côte d’Azur geht auf 2010 zurück, als ein Mensch ebenfalls in Nizza diagnostiziert wurde.

Laut nationaler Gesundheitsbehörde Santé publique France wurden diesen Sommer in Festland-Frankreich zwischen 1. Mai und 4. September 260 eingeschleppte Dengue-Fälle, 4 eingeschleppte Chikungunya-Fälle und ein eingeschleppter Zika-Fall registriert. Die beiden aktuell in Nizzas Stadtteil Mantega-Righi bekannt gewordenen Dengue-Infektionen sind neben einem Dengue-Fall im Departement Hérault Ende Juli die 2020 bislang einzigen autochthonen Fälle.

Um sich vor der Übertragung der diversen, potenziell gefährlichen Viren zu schützen, sollte man Mücken keine Brutmöglichkeiten in Form von stehendem Wasser bieten und seine Haut mit Anti-Moskito-Sprays einsprühen.

In Nizza wurden Kammerjäger angeheuert, um im betroffenen Viertel die Mücken zu bekämpfen. Ist das Virus einmal vor Ort, können Tigermücken es von Mensch zu Mensch übertragen. Menschen geben das Virus untereinander nicht weiter.