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Preise & Gebühren: Was sich in Frankreich im Juli ändert

WIRTSCHAFT

Zigaretten- und Gaspreise, Bankgebühren, Kurzarbeit: Wie jedes Jahr gibt es zum 1. Juli Neuerungen in Frankreich, die sich aufs Budget der Bürger auswirken. Hier ein Überblick über die wichtigsten Änderungen:

Gebühren Frankreich JuliZigarettenpreise

Der Preis für Marlboro Red ändert sich nicht, während die Preise für andere Marken steigen bzw. sinken: Camel Shift, Fortuna Rouge oder News Classic Red kosten seit Monatsbeginn bis zu 2,5 Prozent mehr, wohingegen der Preis für Winston Connect Blue oder Royale von Davidoff Evolved Rouge um bis zu 2,5 Prozent sinkt.

Parken in den Innenstädten der Côte d’Azur

Um den Handel in den Innenstädten wieder anzukurbeln, war das Parken auch über die Zeit der coronabedingten Ausgangsbeschränkungen hinaus in Städten wie Nizza, Antibes oder Cannes kostenlos. Diese Regelung ist nun in den meisten Orten wieder abgeschafft. Menton dagegen verlängert das Gratis-Parken noch bis einschließlich 13. Juli.

Seit Mittwoch ist das Parken beispielsweise in Nizzas Straßen montags bis samstags von 9 bis 20 Uhr gebührenpflichtig, an Sonn- und Feiertagen aber kostenlos. Die erste halbe Stunde pro Tag ist gratis, samstags eine Stunde – sofern ein Ticket am Parkscheinautomaten oder über die App PayByPhone gelöst wird. Das Bußgeld beträgt bei Verstößen 16 Euro und es ist möglich, mehrere Strafzettel pro Tag zu erhalten.

Kurzarbeit

Ab dem kommenden Mittwoch, 8. Juli, gibt es sowohl die klassische Form der Kurzarbeit (chômage partiel classique) als auch die Langzeit-Kurzarbeit (activité partielle longue durée, APLD). Im letzteren Fall dürfen die betroffenen Arbeitgeber die Arbeitszeit für maximal zwei Jahre im Austausch gegen Beschäftigungsgarantien reduzieren. Arbeitnehmer erhalten ein Kurzarbeitergeld von bis zu 84 Prozent des Nettoeinkommens, während der Arbeitgeber 15 Prozent übernimmt.

Die klassische Kurzarbeit wird ab dem 1. Oktober nicht mehr dieselben Vorteile aufweisen, wie sie es heute tut. Der Arbeitnehmer erhält statt 84 nur noch 72 Prozent des Nettoeinkommens, indessen muss der Arbeitgeber einen Restbetrag von 40 statt 15 Prozent zahlen.

Gaspreise

Die sanitäre Krise hat bei den Gaspreisen auch im Juli für einen Abwärtstrend von 0,3 Prozent gesorgt. Eine neue Tarifformel wurde eingeführt, um einen starken Anstieg der Gaspreise in den nächsten Monaten zu vermeiden.

Bankgebühren

Seit dem 1. Juli sind bestimmte Bankgebühren wie Kontoeröffnungs-, Kontoführungs-, Transaktions- und Investitionsgebühren gedeckelt. Für Kontoeröffnungsgebühren wurde beispielsweise eine Obergrenze von 10 Euro festgelegt.

Elektro-Scooter

Elektrisch betriebene Klein-und Miniroller (EDPM – engins de déplacement personnel motorisés) dürfen ab dem 1. Juli Maße von maximal 135 x 90 Zentimeter aufweisen. Jeder Elektro-Scooter muss über eine wirksame Bremsvorrichtung und eine Hupe, die aus 50 Metern Entfernung zu hören ist, sowie über Begrenzungs- und Schlussleuchten vorne und hinten verfügen. Wer gegen die Regelungen verstößt, riskiert ein Bußgeld.

EO