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Reisen zwischen Deutschland und Frankreich – was ist erlaubt?

WISSENSWERT

Grenzüberschreitungen in beide Richtungen sind wegen des Coronavirus derzeit schwierig. Leser der RivieraZeit mit eigenem Ferienhaus an der Côte d’Azur fragen sich, ob als triftiger Einreisegrund von Deutschland nach Frankreich zum Beispiel gilt, wenn man seiner gesetzlichen debroussaillement-Pflicht bis Juni nachkommen muss. Die französische Botschaft in Berlin hat geantwortet.

Verschiedene vermeintlich dringende Gründe für eine Reise nach Frankreich drängen sich (nicht nur) Deutschen auf, die ein Ferienhaus an der Côte d’Azur oder anderswo in Frankreich besitzen:

  • das Erfüllen der gesetzlichen debroussaillement-Pflicht bis Juni, also das Zurückschneiden von Gestrüpp in Hausnähe (schließlich bezahlen die Gebäudeversicherungen im Brandfall nicht, wenn die Gärten nicht ordnungsgemäß gerodet sind),
  • das am Ferienhaus abgestellte Auto mit französischem Kennzeichen muss zur contrôle technique (französischer TÜV),
  • die Aufforderung des Versicherers, sich nach einem Brandfall (ein Leser hatte einen Schuppenbrand im Garten) mit einem Sachverständigen dieser Versicherung zu treffen.

 

Werden derlei Gründe als triftige Einreisegründe akzeptiert? Die französische Botschaft in Berlin hat auf die RZ-Anfrage wie folgt geantwortet:

"Einreisen nach Frankreich, um einen Zweitwohnsitz zu besuchen, ist weiterhin nicht möglich. Die angekündigten möglichen Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen ab 11. Mai 2020 in Frankreich gehen nicht mit einer Lockerung der Grenzkontrollen oder des Zugangs zum französischen Staatsgebiet oder des Reisens zwischen französischen Regionen/ Departements einher. Es gelten bis auf weiteres die sehr strikten Einschränkungen zur Einreise. Reiseverkehr innerhalb Frankreichs ist bis auf weiteres auch nicht möglich."