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Rettete der Präsident des AS Monaco Donald Trump vor dem Konkurs?

MONACO

Die diplomatischen Spannungen zwischen Russland und den USA seit den letzten Präsidentschaftswahlen verschonen auch den Präsidenten des Fußballvereins AS Monaco, Dmitri Rybolowlew, nicht. Bei ihren Untersuchungen eines Verdachts auf russische Einmischung in den Präsidentschaftswahlkampf prüfen der Sonderstaatsanwalt Robert Mueller und der Senat der Vereinigten Staaten die Verbindungen zwischen dem aktuellen Präsidenten Donald Trump und dem russischen Oligarchen.

Dmitri Rybolowlew steht unter Geldwäsche-Verdacht. Er hat im Jahr 2008 eine Villa von Donald Trump am Strand von Palm Beach in Florida zu einem angeblich überhöhten Preis von 95 Millionen US-Dollar (ca. 76 Mio. Euro) gekauft. Diese Transaktion habe Donald Trump einen Gewinn von 54 Millionen Dollar eingebracht und ihm so ermöglicht, einem Bankrott zu entgehen, heißt es.

In einem Brief vom 9. Februar forderte der demokratische Senator von Oregon, Ron Wyden, ein Mitglied des Finanzausschusses, den Finanzminister zur Herausgabe von Aufzeichnungen im Zusammenhang mit dieser Veräußerung auf. Seiner Ansicht nach ist es zwingend erforderlich, dass der Kongress der Spur des Geldes nachgeht und eine gründliche Untersuchung möglicher Geldwäsche oder anderer illegaler Geschäfte zwischen dem Präsidenten, seinen Mitarbeitern und Russland durchführt.

Besagte Villa befindet sich auf einer Fläche von 62.000 Quadratmetern am Rande des Atlantiks. Trump kaufte das Anwesen 2004 für 41 Millionen Dollar. Vier Jahre später teilte er der Presse mit, dass er es an einen "reichen Russen" weiterverkauft habe und ihm die teuerste Transaktion in der Geschichte der Vereinigten Staaten gelungen sei. Von der Immobilienkrise erschüttert, stand der künftige Präsident zu dieser Zeit vor dem Konkurs. Um aus dieser Situation herauszukommen, hatte er das Haus zum Verkauf angeboten.

Der Oligarch dementiert die Anschuldigungen gegen ihn und bezeichnet sie als böswillige Unterstellung.

Birgit Thiemann