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Stichwort Prävention: Regierung will vorbeugen statt behandeln

GESUNDHEIT

Mit dem Ziel, mehrere zehntausend Leben pro Jahr zu retten, hat die französische Regierung einen groß angelegten Präventions-Plan ausgearbeitet. 25 Maßnahmen umfasst das Projekt „Priorité prévention“, das sich der Staat innerhalb der nächsten fünf Jahre 400 Millionen Euro kosten lassen will. 

Zu den konkreten Plänen zählt, Mittel zur Tabak-Entwöhnung wie etwa Nikotin-Pflaster künftig wie andere Medikamente auch durch die Krankenkasse erstatten zu lassen. Ab 2019 soll man sich überdies in Apotheken gegen Grippe impfen lassen können. Frauen gilt die Idee, den Abstrich zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs zu hundert Prozent zu erstatten. Zum Schutz Schwangerer soll der ihnen zugedachte Alkoholverbots-Hinweis auf Flaschen vergrößert werden. Auch die Früherkennung von Hepatitis-C-Infektionen soll verbessert werden, um die Krankheit bis 2025 auszurotten. 

Die Vorbeugung solle dabei keinesfalls zu Lasten einer etwaigen Behandlung gehen, unterstreicht Gesundheitsministerin Agnès Buzyn.