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Warten auf Zverev – und weitere News vom Tennis in Monaco

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Novak Djokovic und Rafael Nadal, Nummer eins und zwei der Weltrangliste, haben ihr Kommen bereits zugesagt: Vom 11. bis 19. April steht im Monte-Carlo Country Club die 114. Ausgabe des Rolex Masters an. Beim ersten großen Sandplatzturnier der Saison treffen traditionell die weltbesten Tennisspieler aufeinander. Tennisfans müssen sich beeilen: Für zwei der Turniertage sind die Tickets bereits ausverkauft.

Im Monte-Carlo Bay-Hotel hat Turnierdirektor Zeljko Franulovic heute Details über das diesjährige Turnier verraten. Er erwartet im April wie gewohnt die Weltspitze des Herrentennis im Fürstentum. Vorjahressieger Fabio Fognini nimmt am Freitag, 10. April, um 18.30 Uhr auf der Terrasse der Thermes Marins die Auslosung der am Montag darauf beginnenden Hauptrunde vor. Die definitive Teilnehmerliste wird am 19. März auf der Website des Turniers veröffentlicht. 

Unbedingt vormerken: Zu einem kleinen Showmatch zwischen zwei der besten Spieler wird es am Samstag, 11. April, in den neu gestalteten Gärten des Casino-Platzes kommen. Zuschauen ist gratis! Und wer einen magischen Abend mit Show-Programm und Gala-Diner an der Seite der Spieler verleben will, sollte sich ein Ticket für die «Grande Nuit du Tennis» sichern (Freitag, 17. April, ab 20.30 Uhr im legendären Salle des Etoiles im Sporting Monte-Carlo – 230 Euro pro Person).

Das Rolex Monte-Carlo Masters mit seinem besonderen Setting über dem Meer begeistert Fans und Spieler gleichermaßen. Beweis dafür ist nicht nur die frühe Zusage der beiden Zugpferde Rafael Nadal und Novak Djokovic, wie Zeljko Franulovic heute vor der Presse sagte, sondern auch der enorme Zuschauerzuspruch: Der Viertelfinaltag (Freitag) und der Tag der Halbfinals (Samstag) sind bereits ausverkauft.

Im vergangenen Jahr kamen während der Turnierwoche mehr als 135.000 Zuschauer auf die Anlange am östlichen Rand Monacos. Insgesamt 31,1 Millionen Fans verfolgten die Spiele weltweit im Fernsehen.

Auch 2020 geht Franulovic nicht davon aus, dass Publikumsliebling Roger Federer dabei sein wird - obwohl Monaco für ihn zu den absoluten Turnier-Highlights zählt, wie er immer wieder betont hat. Der für einen Profi-Tennisspieler betagte Schweizer (er wird im Sommer 39) plane in diesem Jahr noch kürzer zu treten und sich vermutlich auf die Grand Slams zu konzentrieren, so der Turnierdirektor. Sollte er sich kurzfristig doch für einen Start im Fürstentum entscheiden, stehe für ihn selbstverständlich eine Wild Card bereit.

Wem er dieses Jahr die meisten Chancen auf der Asche des Country Clubs einräume? «Jedenfalls ist da nicht nur Nadal!» so Franulovic. Er denke vor allem an den Österreicher Dominic Thiem, der in Australien gerade erst im Endspiel an Djokovic scheiterte. Aber: «Die jungen Spieler müssen auch endlich mal beweisen, dass sie ein Turnier gewinnen können! Noch haben sie die Weltspitze nicht übernommen.»

Gegenüber der RivieraZeit outete sich der Turnierdirektor heute als Zverev-Fan: «Ich bin begeistert von ihm! Er ist vor allem ein unglaublicher Athlet! Und er ist charismatisch – das ist wichtig, solche Spieler braucht das Tennis. Ich warte darauf, dass er wieder besser wird! Er hat die Kapazitäten, ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen.» Er kenne den Deutschen gut, fügte er an, schließlich wohne Zverev mit der gesamten Entourage in Monaco und zähle zur großen monegassischen Tennis-Familie.

Beinahe, so schmunzelte Franulovic zum Abschluss, könnte man übrigens rein monegassische Meisterschaften veranstalten: Neben Alexander Zverev (7) und seinem Bruder Mischa haben zahlreiche der Top-Spieler (fast alle Herren der Top-20 stammen aus Europa) ihren Hauptwohnsitz im Fürstentum – darunter der Serbe Djokovic (1), der Russe Daniil Medvedev (5), der Grieche Stefanos Tsitsipas (6), der Italiener Matteo Berrettini (8), der Belgier David Goffin (10) und der Schweizer Stan Wawrinka (13).

Aila Stöckmann

montecarlotennismasters.com